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Alex- ich muss dir noch was sagen…

„Hahahahaha!“ – ich denke gerade an die Rückfahrt vom Rewe in Trais-Horloff zum See. Mit Dir und in deinem Auto. Altaaa Vadder- deine Party-Mallorca-Mucke- „hahahahaha“ – die war schon hart an der Grenze meine süße, liebe, zauberhafte, ehrliche, respektvolle, teure Freundin! Habe ich Dir da damals aber auch genau so gesagt. Und dann aber auch mitgesungen. „Hahahahahaha“.

Ich sehe das gerade nicht nur alles in Echtzeit vor mir: Ich fühl alles auch noch! Die Freude. Die Freundschaft.

Mit Dir zu singen, feiern, tanzen- wir waren uns seit unserer ersten Begegnung vor circa drei Jahren auf Anhieb symphatisch! Damals, als wir mit Frank erstmalig zum See kamen, warst Du für Sunny und mich fester Bestandteil unserer Inheidener Freunde!
Wir haben uns durch die räumliche Entfernung zwar nur alle paar Monate gesehen, geschrieben haben wir uns natürlich auch zwischendurch. Das letzte Mal rund um und natürlich auch an meinem Geburtstag Ende September. Ich habe Dich zu mir eingeladen, aber Du musstest am nächsten Tag arbeiten und deshalb ging es nicht klar, dass Du nach Bad Homburg kommst.
Ich habe eben unseren Chatverlauf in Whatsapp durchgelesen….
Spätestens am 24.12.2021 hätten wir uns doch wieder geschrieben! Ganz sicher!

Ich war einen Tag zu spät!!!!!!!!!!!!!!!! Ich fühle mich so hilflos. Ich fühle Dich so unerreichbar.

Du wirst mir echt so krass abgehen Alex! Du wirst sehr vielen Menschen fehlen!
Auch Frank, Finn, Moni, Helga, Wolfgang, Amelie, Micha, Manu und auch meiner kleinen Sunny! Sie hat mit ihren 10 Jahren zum ersten Mal spontan angefangen zu weinen. Zum ersten Mal den Verlust begriffen, den die Tatsache mit sich bringt, dass Du gestorben bist Alex!

Du bist am 23.12.21 mit gerade mal 37 Jahren im Krankenwagen verstorben! Du kommst nicht wieder! Wir können uns nie wieder mit Dir treffen. NICHT ZU BEGREIFEN!!!!
Warum das passiert ist- das weiß ich noch nicht.
Aber- es wird meinen Schmerz auch nicht lindern und Dich nicht zurückbringen…

Und wieder habe ich Bilder im Kopf. Von gemeinsamen Stunden mit Dir am See. Wir alle feierten beim Frank. Sunny schlief in dieser Nacht erstmalig bei Amelie im Haus in einem Nachbardorf. Und Du schriebst mir dann am nächsten Tag, nach unserer Partynacht, von Dir aus, weil wir es Nachts abgemacht hatten, was jetzt mit „Sunny abholen“ wäre? Du wolltest das nämlich erledigen. Sunny abholen. Wie abgemacht. Und die Uhrzeit und Adresse wissen und wo. Dafür habe ich Dich so gefeiert Alex!

Dir habe ich selbstverständlich und mit meinem vollem Vertrauen die Verantwortung für mein Kind übergeben. Selbstverständlich, weil du Sunny mit deinem Leben beschützt hättest und auf sie acht gegeben hättest, wie ich es machen würde und so, als ob es dein Kind wäre!
Deiner Loyalität war ich mir von Anfang an sicher. Und ich weiß, dass ging Dir genauso mit mir. Solche Begegnungen und Erfahrungen mit Menschen sind selten.
Danke dafür! ❤ Danke, dass wir Zeit teilen durften! Danke für unsere Nähe! Danke.

Ich muss kurz Luft holen.

Es tut schrecklich weh Dich nicht mehr bei uns zu wissen….

Alex- das, was ich gerade beschreibe, ist nur ein Auszug, von dem, was Du für mich und andere warst! Andere Menschen wissen und kennen noch viel mehr von Dir. Aber ich muss das niederschreiben, was ich denke und erlebt habe.
Und Du bist und wirst es für mich und andere immer sein: Unvergessen loyal, verlässlich, ehrlich, lustig, unkompliziert, dankbar, gutherzig, hoffnungsvoll, lebensbejahend, geduldig, interessiert, respektvoll. Boah- da könnt ich ewig weitermachen…

Schon wieder so viele Bilder im Kopf. Nachts, wahrscheinlich Freitags, am See, wieder beim Frank, zwischen Schwenkgrill, Dartscheibe an der Küchentür, dem Aquarium mit mehr oder wenigeren Köderfischen, Bier und Schnaps, den Stühlen die nebeneinandergereit an der Wand standen, Mucke aus dem Radio, ohne Handyempfang und – Wolfgang. („Ich geh als Erster, damit ich morgens als erster Nerven kann-Wolfgang“ und auch dein „Heute müssen wir einen Zaun abreißen und zurückschneiden-Wolfgang“!) „Hahahahaha“.

Ich weine. Ich lache. Ich tanze mit Dir, obwohl Du nicht hier bist.

Aber ich sehe Dich.

Wie wir gerade Arschwackeln und das Leben feiern und lachen und uns immer wieder zwischen drin herzen.
Es geht gar nicht klar, dass Du schon gehen musstest. Es geht nicht klar.
Da ist ein ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz großer Fehler unterlaufen!!!!!!!

Ich sehe Dich Alex! In Farbe.
Dein Lachen. Dein Strahlen. Deine tollen blauen Augen.

So viele Momente mit Dir! Gespickt mit vielen Emotionen, viel Verbundenheit und Freundschaft, Herzlichkeit, Vertrautheit.
Jeder Tag mit Dir war wunderschön. Und einzigartig.

Dein Angebot im Sommer 2020: Bei Dir baden und Haare waschen zu können! Mit Spülung und so- „hahahaha“- weil das Franks Location nicht anbietet, war… „so nice“! ❤️👊🏻
Ein perfektes Beispiel weil: Da ging es ja nicht wirklich um warme und luxeriöse Wasseraction und Haar-Spülung: da ging es ums Wahrnehmen, um Güte und Nächstenliebe. Ja- genau darum ging es. So warmherzig!

Dafür feier ich Dich und werde es tun so lange ich lebe. Ich werde noch ganz oft über Dich sprechen Alex. Du wirst nicht vergessen! „Ghettofaust- Baby“ „Check!“ – ich lache. Ich weine. Ich seh Dich.
Ich weine….

Wie Du uns deine Wohnung damals zeigtest: Die Bilder am Kühlschrank, die Röcke, die Du mir dann alle geschenkt hast, weil sie bei Dir voll scheiße ausgesehen haben, aber Du denkst, dass das bei mir ganz anders rüberkommt und es war klar, die gehören jetzt mir. ❤

Sunny hatte sofort euren Spaziergang im Kopf. Davon wusste ich garnichts. Und ich fragte sie, über was ihr denn geredet hättet und was Du so von ihr wissen wolltest und Sunny antwortete: „Ach- sie wollte eigentlich nicht so viel wissen.“ und ich: „Über was habt ihr denn geredet?“ Und Sunny erwiderte lachend: „Sie hat mir viel über ihren neuen Freund erzählt!“
Alex- Du bist – Du warst- nein- wir mussten beide so über diese Erinnerung lachen. „BESTE“! So: „Alex at it ́s best!“! So zauberhaft. So real.
Und dann haben wir voll geweint. … Ach Alex….so ein Mist….

Die Nacht am See Ende August 2021, in der wir Zwei mal losgezogen, um dein Auto umzuparken und einen Zigarettenautomaten zu suchen. Und eigentlich mal in Ruhe ein „Zweier-Frauengespräch“ führen zu können! Habe ich sehr genossen Alex. Hast Du gemerkt.
Und dann haben wir den Automat auch gefunden. Und Kippen ziehen hat auch geklappt. Aber nur weil Du deinen Führerschein dabei hattest. Und dann haben wir gesungen und gelacht und ordentlich Schwachsinn gelabert und uns gefreut über unser Zusammensein und dann haben wir in den Gassen Inheidens getanzt.

So viele Situationen, Reaktionen, Gedanken mit, von und über Dich in meinem Kopf! Brutal!
Die monstergroßen Sonnenblumen neben denen Du so winzig ausgesehen hast.!

Noch winziger als in meinen Armen…

…..und wir haben uns so oft umarmt. Und gesagt, dass wir uns mögen und liebhaben. Und wir haben uns über unsere Gefühle und Gedanken, die uns bewegen intensiv unterhalten und verstanden!

Dein Herz war am gleichen Platz, wie meins!

Ich hatte Dich echt richtig gerne Alex und ich fande das ganz toll, dass wir, so unterschiedlich wir vielleicht waren, uns von Beginn an und durchgängig gezeigt haben, dass wir uns mögen und dankbar für unsere Begegnung sind und sie als bereichernd empfinden und uns mit Respekt begegnen und uns schätzen.

Alex, dass ist so krass, dass Du jetzt schon gehen musstest. Mit gerade 36 Jahren! Unfassbar…

Und ich „hatte“ Dich auch nicht gern. Ich „habe“ Dich natürlich immer noch gern!
Es wäre so schön, wenn Du unsere Gefühle für Dich jetzt immer noch spüren würdest. Und weißt, dass wir ganz nah bei Dir sind, auch wenn wir auf einmal voll krass getrennt sind!

Boah- mich zerreißt es gerade…..es ist zu krass!
Ich habe es, glaube ich, gar nicht begriffen!!!!
Wir sehen uns nicht mehr, gell? Ich pack das gernet…. …

Ich höre gerade, während ich schreibe, die ganze Zeit Musik im Radio. Gedankenfetzen überschlagen sich. Und obwohl von außen so viel Müll auf Dir abgeladen wurde und Du so lange, so viel Herzblut vergeudet hast, habe ich doch hauptsächlich fröhliche und positive Bilder im Kopf wenn ich an Dich denke.

Ich stelle mir gerade dauernd vor, dass Du vor, hinter, mit mir tanzt. Kleine Maus. Du hattest Minifüße. „Hahahahaha“.
Und von Blondine bis schwarze Haare. Mehr oder deutlich weniger Gewicht. Du hast so oft dein Äußeres verändert.
Aber wer Dich kennt und liebt hat Dich immer gleich erkannt’ (Sahst halt nur krass anders aus!) 😉

Bei allem Drama um Dich rum- Du hast Würde, Verbundenheit und Glauben an Liebe gelebt. Und das hätte Dich ja schon fast zu viel gekostet!
Im Nachhinein bin ich so wütend um die vergeudete Lebenszeit für Dich, die Dir dein Großmut und Großherzigkeit eingebracht hat. Du hättest mehr verdient zu bekommen! Das bisschen Leben, dass Du hattest, wurde Dir überhaupt nicht gerecht. Ich bin maßlos enttäuscht. Vom Leben, von allem gerade. Ich bin echt untröstlich. Und ich denke gerade daran, was vorhin jemand zu mir gesagt hat:
Das kann Dir doch keiner erklären, dass jemand wie die Alex jetzt gestorben ist und nicht der oder der oder ich: das hätten alle sofort verstanden….

Ja. Warum Du? …

Du bist nicht mehr bei uns. Du bist woanders. Hast Du es mitbekommen? Wir können uns nicht mehr sehen!!!!

Alex – was ist denn passiert???? …

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